Was ist Darmtherapie - Moderne Darmtherapie

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Was ist Darmtherapie

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Neuerdings wird immer mehr von der "Darmsanierung" gesprochen und gerade in sozialen Medien kursieren ein Vielzahl an Empfehlungen wie diese durchzuführen wäre.

Einige dieser Empfehlungen können bei bestimmten Störungen durchaus therapeutisch wirksam sein, viele Empfehlungen haben schlicht keine Wirkung und einige der Empfehlungen sind auch gefährlich und können Schaden verursachen.

Wir waren daher vor den meisten dieser "Empfehlungen".

Dabei ist der Begriff "Darmsanierung" nicht klar umrissen. Schaut man sich den Wortsinn an, so soll eine Sanierung vorgenommen werden.
Es kann aber nur etwas saniert werden, wenn man auch genau weiß was nicht in Ordnung ist.

Wie aber sollte das mit allgemeinen Empfehlungen funktionieren?

Wenn etwas nicht in Ordnung ist macht es doch viel mehr Sinn, sich genau anzuschauen was da nicht stimmt um dann gezielt einzugreifen. Dieses "sich genau anschauen" braucht jedoch einen Therapeuten. Und genau da tummeln sich besonders auf dem Gebiet der "Darmsanierung" immer mehr selbsternannte Darmpraktiker, Ernährungsberater und mittlerweile auch Apotheker.  Sie bieten Stuhltests an und beraten die Klienten welche Medikamente eingenommen werden sollen.

ACHTUNG: Diagnose und Therapie ist von Gesetz her verboten nur dem Arzt oder Heilpraktiker gestattet.

Auch wenn es immer mehr "Darmberater" werden, laut §1 des Heilpraktikergesetz (HPG) ist in Deutschland das "feststellen, heilen oder lindern von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden" nur dem Arzt oder Heilpraktiker gestattet. Diese beiden Berufe haben die Hoheit über die Diagnose und die Therapie. Alle anderen handeln gesetzeswidrig. Man kann sich da einfach nicht darauf verlassen, dass diese "Therapie" einen Schaden verursacht.
Daher können solche Anbieter mit Geldbuße und Freiheitsstrafe bestraft werden. (Link HPG)

Therapiehoheit
Der Gesetzgeber hat dieses Gesetz ganz bewusst erlassen, damit jeder der therapieren und beraten will dies auch wirklich kann. Er muss nicht Medizin studieren, er muss jedoch mindestens die Prüfung zum Heilpraktiker bestehen. Wer das schafft, hat sich nicht nur mit dem Bau des Menschen beschäftigt, die Funktionsweise seiner Organe gelernt sondern kennt auch die Krankheiten, weiß welche meldepflichtig sind, kennt die therapeutischen Grenzen und auch die rechtlichen Grenzen seines Handelns.
Genau das aber tun die vielen neuen Darmpraktiker und Darmberater nicht. Sie verstehen die Zusammenhänge im Körper nicht und welche anderen Organsysteme mit beeinflusst werden können. Dies tun sie nicht, auch wenn sie sich noch so gut im Bereich des Mikrobioms belesen haben.

Manches Problem kommt nicht vom Darm und das kann ein Therapeut erkennen und richtet seine Therapie daraufhin aus.

So wird mittlerweile recht wild der "Darm saniert" und die Pharmaindustrie bringt nahezu täglich neue Produkte auf den Markt, die dann wieder in den sozialen Medien hoch gelobt werden. Leider häufen sich die Schäden, die Menschen nach "Wurmkuren" bekommen, nach "Leberreinigungen" oder durch einseitige Ernährung, die Ihnen für ihr Mikrobiom oder gegen Pilz empfohlen wird.
Heilpraktiker fanden schon immer die Gesundheit des Darms wichtig, lange bevor man etwas über die Bedeutung des Mikrobioms wusste. Immer mehr Heilpraktiker bilden sich in der modernen Darmtherapie weiter und bauen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in altbewährte Therapien ein.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen ihren "Darm zu sanieren" und an Krankheiten leiden sollten Sie daher einen Darmerfahrenen Therapeuten kontaktieren.

Wenn Sie gesund sind und ihrem Darm mit der "Sanierung" etwas gutes tun wollen dann sind folgende Tipps für Sie vielleicht hilfreich:

1. essen Sie reichlich Gemüse, denn die guten Ballaststoffe darin mögen die wünschenswerten Darmbaktieren.
2. kauen Sie lange und essen Sie langsam
3. verwenden Sie Wildkräuter im Essen und essen Sie auch mal Bitteres. (Chicorée, Radicchio, Löwenzahn)
4. vermeiden Sie jede Speise und Getränke, die in irgendeiner Form behandelt wurden. Merksatz: "Alles was eine Fabrik von innen sah vermeiden."  Damit gemeint ist u.a.: Convenience, Zusatzstoffe, E-Nummern, Aromen, Fertiggerichte
5. kochen Sie selbst (aus frischen Zutaten)
6. auch im Bioladen gibt es vieles, was nicht gesund ist. Seien Sie wählerisch.
7. Essen Sie saisonal und regional und wenn möglich verwenden Sie Bio Produkte (die am meisten kontrollierten und reglementierten Biolabels sind Demeter, Bioland und Naturland.)
8. bewegen Sie sich. (Durch die Bewegung und die Anspannung der Bauchmuskeln wird die Verdauung unterstützt)
9. bauen Sie kleine Ruhepausen in den Tag ein, entspannen Sie sich dann. (Die Verdauung funktioniert in der Entspannung und wird in der Anspannung gestört.)
10. bauen Sie, wenn möglich, ihr eigenes Gemüse an. Das geht sogar in der Stadt in Töpfen. (Stichwort: Urban Gardening)
11. Überschüsse aus dem eigenen Garten können Sie fermentieren. Auch das mag der Darm dann gerne
12. trinken Sie ausreichend klares Wasser.
13. Vermeiden Sie jede unnötige Einnahme von Tabletten, Pillen oder Tropfen. Jedes wirklich notwendige Medikament, welches ihr Therapeut Ihnen empfohlen hat ist ok. Aber jede eigenmächtige Einnahme von Vitaminen, Probiotika, Schmerzmittel, Nahrungsergänzungsmittel (NEMs) oder allem was frei verkäuflich in der Apotheke ist, kann dem Körper und besonders dem Darm schaden. Natürlich preisen Hersteller ihre MIttel als hilfreich und nützlich an, aber keine Pille wird jemals auf Dauer das vernünftige und gesunde Essen ersetzen können.
14. kaufen Sie keine Lebensmittel die auf Nährlösungen gezogen wurden
15. versuchen Sie, wenn möglich, Gemüse aus Hybridpflanzen zu vermeiden.


Aber:
Wenn Sie krank sind gehen Sie bitte zu einem Darmerfahrenen Therapeuten der Arzt oder Heilpraktiker ist. Nur da können Sie sicher sein, dass man auch weiß mit Krankheiten umzugehen.

Tipp: Wer Heilpraktiker ist nennt sich auch so, er muss sich laut Gesetz sogar Heilpraktiker nennen. Also nur wo "Heilpraktiker" drauf steht ist auch "Heilpraktiker" drin.)
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