Präbiotika - Moderne Darmtherapie

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Präbiotika

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Präbiotika sind die Stoffe, die Probiotika zum leben brauchen, also ihre Nahrungsmittel.

Letztlich ist in allem (vernünftigem) was wir essen für irgendein Bakterium ein Präbiotika enthalten. Mit der Auswahl unserer Lebensmittel gestalten wir daher das Terrain in dem bestimmte Bakterien gedeein und andere nicht gut leben können.
Kurz gesagt: was wir essen bestimmt wer in uns lebt und damit wie gesund der Darm ist.

Es hängt also davon ab, wie wir essen ob wir gesund sind.

Nun, diese Erkenntnis ist wahrlich nicht neu.
Schauen wir uns dochmal an was die für uns besten Bakterien am liebsten essen. Das sind nämlich die Ballaststoffe, also Pflanzenfasern, aus denen wir selbst keine Nährstoffe mehr ziehen können. Sie haben den Namen Ballaststoffe erhalten, weil sie als "Ballast" durch unseren Verdauungstrakt durch gehen und mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Das sie jedoch nicht nur Ballast sind sondern vielmehr das beste Futter für die wünschenswertesten Bakterien weiß man noch nicht so lange.

Spricht man von Ballaststoffen denken viele gleich an Vollkornnudeln, Vollkornreis, Vollkornbrot usw. Unbestritten ist ein volles Korn reichhaltiger. Es enthält Mineralien und eben Ballaststoffe. Dennoch ist es nicht notwendig auf diese Nahrungsmittel zurück zu greifen, zumal sie auch nicht immer ganz unkritisch gesehen werden müssen. Viel sinnvoller erscheint doch die Ballaststoffe aus Gemüse und in geringerem Anteil auch aus Obst zu beziehen. Nur... wer isst das noch?
Wenn man in Deutschland in ein Restaurant essen geht ist mehr als die Hälfte der Portion mit Nudeln, Kartoffeln oder Reis belegt. Das jedoch sind einfache Kohlenhydrate und Ballaststoffe fehlen darin gänzlich oder sind mengenmäßig nicht so hoch. Dann ist noch ein großer Anteil das Fleisch, der Fisch und bestenfalls ein kleines bißchen Gemüse findet sich auf dem Teller. Schade, denn das sollte umgedreht sein. Der Teller sollte voll mit Gemüse sein, dazu noch einen knackigen Salat. Dann sollte das Fleisch, der Fisch kleiner gereicht werden und nicht jeder braucht dann noch Reis, Nudeln oder Kartoffeln dazu. Das hängt ein wenig vom Typ ab und der Bewegung die man täglich hat.

Wer so isst, wer sich also am Gemüse satt isst, der hat mit Sicherheit genügend Ballaststoffe und seinen guten Bakterien schafft er so ein kleines Paradies im Darm. Als kleiner Nebeneffekt nimmt man so auch recht viele Mineralien und Vitamine auf, die ansonsten gerne mit Tabletten ergänzt werden. Es ist manchmal so einfach gesund zu sein, vielleicht zu einfach?

Zu dem Präbiotischen Stoffen, die in Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet werden gehören

- Inulin, der aus Chicorée gewonnen wird
(Würde man statt dessen den Chicorée essen hätte man neben den Ballaststoffen noch wertvolle verdauungsfördernde Bitterstoffe, Vitamin A, viele B-Vitamine, Vitamin C, E, K und reichlich Mineralien wie Eisen, Mangan, Zink und sogar Jod.)

- Pektin, der aus Äpfeln gewonnen wird
(Würde man statt dessen den Apfel essen hätte man neben den Ballaststoffen noch viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente)

- Oligosaccharide wie FOS, GOS

- Akazienfasern

Die Einnahme von Präbiotischen Präparaten ist nur in wenigen Außnahmefällen notwendig. Diese sollten therapeutisch indiziert sein. Generell ist eine frische, ballaststoffreiche Kost jedem Präbiotikum vorzuziehen.
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