Histaminintoleranz - Moderne Darmtherapie

Direkt zum Seiteninhalt

Histaminintoleranz

Darmtherapie > Krankheiten und Darm > Intoleranzen

Die Histaminintoleranz (HIT) kann für Betroffene sehr belastend sein.

Auch in der Therapie ist sie keineswegs einfach.

Der Grund ist vermutlich, dass sich unter dem Begriff verschiedene Histamin-bedingte-Störungen zusammenfassen lassen.

So kann man zu viel histaminhaltige Lebenmittel konsumieren und so die Histamin-abbauenden Enzyme erschöpfen. Dann wird nicht so viel abgebaut wie vorhanden ist und schon leidet man unter Symptomen die gerne als "Histaminintoleranz" beschrieben werden. Besonders wenn man in Selbshilfegruppen oder den sozialen Medien Rat sucht wird man von selbst ernannten Experten gerne mit dieser "Diagnose" konfrontiert. Die Folgen können verheerend sein, aber dazu später.

Histaminhaltige Lebensmittel sind beispielsweise: lang gereifter Käse, Erdbeeren, Bananen, Alkohol, Tomaten, Sauerkraut, Hefe oder Essig.
Wenn man diese Lebensmittel nicht verträgt heißt das aber noch nicht, dass man an der Histaminintoleranz leidet. Es ist auch möglich, dass der Abbau des Histamins temporär gestört ist. Dies kann bei einer Dysbiose des Mikrobioms der Fall sein, bei einer Entzündung im Darm, bei Magensäuremangel, wie er im Stress häufiger vorkommt, oder beim Leaky Gut Syndrom.

Ein Therapeut der sich mit der modernen Darmtherapie auskennt wird versuchen die Symptome und Unverträglichkeiten zuzuordnen. Er wird, mit Hilfe von Laboruntersuchungen, die Ursache der derzeitigen Störung suchen. Die temporäre Histaminunverträglichkeit ist dabei durchaus heilbar. Die echte Histaminintoleranz hingegen wird meist bestehen bleiben. Glücklicherweise ist sie aber extrem selten.

Unverträglichkeiten nehmen zu
Leider belesen sich die Betroffenen oft erst in den sozialen Medien, halten diese und jene Diät ein bevor sie einen Therapeuten aufsuchen. Gerade in der Histamin-bedingten Unverträglichkeit führt das wahllose weglassen von Lebensmitteln jedoch häufig dazu, dass die Unverträglichkeiten nur noch mehr zunehmen. Dann muss noch mehr weg gelassen werden und noch mehr Unverträglichkeiten kommen dazu. Ein Teufelskreis, der nicht selten in Mangelernährungen endet.

Wir raten daher dringend so rasch wie möglich einen Therapeuten zu Rate zu ziehen.
Zurück zum Seiteninhalt