CED - Moderne Darmtherapie

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CED

Darmtherapie > Krankheiten und Darm > Entzündungen

Die CED sind die chronisch-entzündlichen-Darmerkrankungen. Dazu zählen insbesondere Morbus Crohn und Colitis ulzerosa.

Morbus Crohn ist eine Entzündung die in Teilen oder im gesamten Darmtrakt vorliegt und mit massiven Durchfällen und Krämpfen einhergehen kann. Diese Erkrankung sollte von einem Gasteroenterologen begleitet werden. Naturheilkundlich kann jedoch oft begleitend behandelt werden und so die Schübe abgemildert und die Remission (Phase in der man Symptomlos ist) erreicht und gehalten werden.

In einer naturheilkundlichen Behandlung wird auch ein Augenmerk darauf gelegt, was genau die Schübe auslöst. Nicht selten finden sich sehr typische Persönlichkeitsstrukturen und mit etwas Unterstützung können Betroffene lernen auf Alltagssituationen anders zu reagieren. Dies in Verbindung mit einer entzündungshemmenden Therapie kann die Lebensqualität der Betroffenen wieder steigern.


Colitis ulzerosa ist eine Entzündung die nur im Dickdarm vorkommt. Auch bei ihr kann es zu Krämpfen und teil massiven Durchfällen kommen, die nicht selten blutig-schleimig sind. Auch hier gilt, wie bei Morbus Crohn, dass ein Gasteroenterologe aufgesucht werden sollte, die naturheilkundliche Therapie jedoch unterstützend wirksam sein kann.

In jüngster Zeit wird vermehrt auch von Ärzten naturheilkundlich bei CED geforscht. In den Leitlinien der Erkrankung wurden auch naturheilkundliche Mittel aufgenommen. Die Forschung daran geht noch weiter. Als einer der führenden Forscher auf dem Gebiet ist Prof. Dr. Jost Langhorst zu nennen, der in Bamberg die Klink für Integrative Medizin und Naturheilkunde leitet. Prof. Dr. Langhorst war auch maßgeblich daran beteiligt, dass Naturheilkundliche Medikamente in den Guidelines der CED genannt werden.

Therapiekonzepte:

Stuhltransplantationen (Fäkaler Mikrobiomtransfer FMT)
Immer häufiger werden von Ärzten sog. Stuhltransplantationen für horrende Summen angeboten. Nicht selten liegt eine Transplantation bei über 3000€. Bei dieser Methode wird der Stuhl von gesunden Menschen aufbereitet und dem Kranken per Einlauf verabreicht. Hintergrund ist der Gedanke, dass so das Mikrobiom des Gesunden auch im Kranken wieder siedeln kann. Wir sehen diese Methode kritisch.  Zum einen muss gewährleistet sein, dass es sich wirklich im gesunde Spender handelt. Mindestens ein ausführlicher Stuhltest mit Mikrobiomanalyse und der Bestimmung von Entzündungsmarker sollte erfolgen. Dann muss man sich im klaren sein, dass wir viele Bakterien und ihre Wirkung noch nicht kennen, auch lässt sich nicht alles problemlos untersuchen. Wie also stellt man sicher, dass der Spender wirklich und wahrhaftig gesund ist? Erste Forschungsergebnisse weisen daraufhin, dass unser individuelles Mikrobiom noch wesentlich mehr steuert, als nur unsere Darmgesundheit. So ist auch unsere Verhalten, wie mutig oder ängstlich wir sind, durch den Austausch von Darmbakterien steuerbar. (Stephen M. Collins) Auch ob wir zu Übergewicht neigen oder eher dünn sind, ob wir Diabetes entwickeln oder zu Depressionen neigen scheint mit den Darmbakterien zusammen zu hängen. (https://link.springer.com/article/10.1007/s11428-016-0123-4).Sicherlich braucht es da noch weitere Forschungen, aber allein diese ersten Hinweise lassen einen doch aufhorchen wer wirklich als Stuhlspender in Frage kommen kann. Gerade ist ein Fall aus den USA bekannt geworden bei dem ein multiresistenter Keim übertragen wurde. Der Empfänger verstarb an den Folgen der Stuhltransplantation.

Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)
Es gibt zahlreiche Pflanzen, die eine antientzündliche Wirkung haben. Dazu zählen beispielsweise Myrrhe, Weihrauch, Teufelskralle und Brennessel. Nicht jede Pflanze ist jedoch für jeden geeignet. Das ziellose ausprobieren kann bei einer Darmentzündung durchaus auch schaden. Daher empfehlen wir Rücksprache mit einem Therapeuten zu halten, der die Wirkungsweise, die Indikationen und Kontraindikationen dieser Wirkstoffe kennt. In der Naturheilkunde kannte man schon immer die Typen von Menschen die ehr dieses oder eher jenes Präparat bekommen oder meiden sollten.


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